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Biographie

 

Seine grandiosen und vielschichtigen kompositorischen Fähigkeiten spiegeln sich beispielsweise in den letzten vier "Ugetsu"-Produktionen wider, machen aber auch vor klassischen Brass Ensembles und Streichorchestern nicht Halt.

Adrian Mears ist ein gediegener stilistischer Multi-Genius, der mit eleganter Grandezza zwischen melancholischen Blues-Elementen, aufmüpfigem Funk, vorwärts drivendem Bop und samtener Lyrik wandelt und die eigene natürliche und allgegenwärtige Gabe zum Swingen mit derjenigen seines Instruments homogen verbunden einsetzt. Seine Auftritte geraten stets zu denkwürdigen Jazz-Erlebnissen, die sich souverän zwischen introvertierter, filigraner und leichtfüssiger Melodiosität und eruptiver, vitaler und definitionsbewusster Orkanstärke bewegen. Adrian positioniert sich als atemberaubend starker, eindrücklicher und versierter Solist goldrichtig, ist in Dialogen nie um eine Antwort verlegen. Wenn er dann auch noch zum Didgeridoo greift und diesem eher archaischen Ur-Instrument eine reiche Palette an Klangfarben und Rhythmus entlockt, wundern sich sogar die Fachleute....

(Text by Margie Schmidli)
 

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Seine Kindheit an der südostküste Australiens beschreibt Mears ein " Leben als Freigeist ", welches durch das Meer, Fischen und nackte Füsse geprägt war. Seine musikalische Laufbahn begann er vorerst als Vokalstimme in Schul- und Kirchenchören, im Alter von 13 Jahren dann am Euphonium in regionalen Blech-Blasensemble, später bereiste er als Mitglied der "Marching Koalas" die USA und Japan. Während dieser Zeit wechselte er zur Posaune, welche zeitgleich sein  Interesse für die Jazzmusik vertiefte. 

Start seiner Jazz Karriere war die Gründung eines Quintetts mit Freunden in Newcastle, welche allesamt heute noch als herausragende Instrumentalisten tätig sind. Mit diesen Freunden war der nächste Schritt ein leichter, nach Sydney an das Konservatorium für Musik, wo Mears nach 3 Jahren erfolgreich sein Diploma für Jazz und Posaune absolvierte. Zwischenzeitlich wurde in der 4 Millionen Metropole gespielt was das Zeug hielt; als junger Neuling mit australischen Jazz- Grössen wie Bernie McGann, Dale Barlow, James Morrison, Jacky Orzasky, Paul Grabowsky, Monica and the Moochers oder Gastspielern wie Bobby Shew und Don Pullen. Viele dieser herausragenden Musikern wurden zu Freunden, die den jungen Ankömmling als Mentor betreuten und denen er heute viel seiner unglaublichen musikalischen Flexibilität und Offenheit verdankt. Ganz besonders verbunden war er diesbezüglich Mike Nock, Don Burrows und dem früh verstorbenen Roger Frampton.
Persönlich beeinflusst war er in dieser Zeit durch sein Interesse an Musikern der Jazz Tradition wie Freddie Hubbard, Sonny Rollins, Miles Davis, J.J. Johnson, Dexter Gordon und Clifford Brown.

1992, mit 23 Jahren, entschied er sich aus vorerst privaten Gründung zu einem Besuch nach Europa, wo er in Kürze die Münchner Jazzszene (und seine Herzdame) eroberte, was zur Hochzeit und Abschied von Australien führte.
Von nun an war Mears in Europa ein viel gefragter Gast, der nicht nur als Posaunist, sondern auch als Komponist und Didgeridoo- Spieler seine enorme Vielfältigkeit einem weiten Terrain an Musik zur Verfügung stellen konnte.

Als Komponist schrieb er über 150 Eigenkompositionen, von welchen das Sextet UGETSU in 4 CD -Einspielungen und über 200 Konzerten in Europa, China und Australien zeugt, aber auch TV Reise- Dokumentationen in Australien, deutsche Kammer Orchester, klassische Blächerensemble und Ethno-Funk Produktionen.
Sein rhythmische- herausragendes Gefühl für das Instrument der australischen Ureinwohner, dem Didgeridoo, hört man in seiner Suite für Kammer Orchester und Jazz Trio, sowie Aufnahmen mit der odd-meter funk Band A-STRAIN, sowie den zahlreichen Aufführungen mit dem Vienna Art Orchestra.

Neben seinen vielen Verpflichtungen als Dozent an internationalen Jazz Workshops wie z.b. Peters Herboltzheimer`s Jugend Big Band BUJAZZO, oder Frauenfeld International Master Classes, unterrichtete er 10 Jahre an der Musikhochschule Mannheim, davon 2 Jahre auch in Köln. Seit seinem Umzug von München nach Lörrach in1999 unterichtet er an der Musikakademie Basel Posaune und Gehörbildung und gilt als gefragte Fachkraft und Prüfungsmitglied renommierter europäischer Musikhochschulen.

Adrian Mears lebt mit seiner Frau und 3 Kindern nahe der schweiz/französischen Grenze zwischen Basel und Freiburg.
 

   
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